Am 6. Juni 2009 wurde durch die Berliner Feuerwehr und dem Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren von Berlin e.V. die erste Berlin Ralley veranstaltet. Start und Ziel war dabei Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz.
Insgesamt 15 Teams meldeten sich zur Teilnahme an, wovon leider nur 13 tatsächlich angetreten sind. Unter die 15 Teams mischten sich 2 Teams aus dem Landkreis Oder-Spree sowie ein Team der Serviceeinheit Aus- und Fortbildung der Berliner Feuerwehr.
Das Team der FF Falkenberg (vorne v.l. Frank, Elias; hinten v.l. Martin, Lars, Marcel, Sven)
Ziel der Ralley war dabei aber nicht die Schnelligkeit, insbesondere im Strassenverkehr, sondern die Korrektheit. Ganz im Gegenteil, wer zu früh oder zu spät an einer der sechs Stationen eintraf, wurde mit Minuspunkten bestraft, und wer gar über 5min. zu spät seine Station erreichte musste diese mit 0 der 500 zu erreichenden Punkte verlassen. Dabei waren bis zu 300 Punkte für das lösen der Aufgabe möglich, aber auch das richtige Anmelden der Mannschaft an der Station, die Vollständigkeit der PSA (pers. Schutzausrüstung), das Einhalten der UVV (Unfallverhütungsvorschriften) brachten Punkte. An jeder Station standen ca. 20min für die Erfüllung der Aufgabe, also vom "anmelden an der Station" bis "zur Auswertung durch die Juroren", zur Verfügung.
Für alle Teilnehmer gab es einiges an Aufgaben zu erfüllen. Alles begann, in Lichtenberg, mit einer Brandbekämpfung mit Wasserversorgung aus einem offenem Gewässer. Der Aufbau von 4 Sauglängen, 2 B Leitungen mit Verteiler, 1 C Leitung mit Strahlrohr, dem Ausrüsten mit PA, der Brandbekämpfung, sowie dem komplettem Abbau in 20min mit 2 Trupps erfordert schon etwas an Leistung.
Weiter ging es in Treptow mit einer Wasserrettung.

Ziel war es Treibgut in Form von Kanistern zu bergen, an Land zu bringen und abschliessend vom Wassertrupp wieder an den Ursprungsplatz zurück zu bringen.

Weiter ging es in Kreuzberg zum Wissenstest, wo jeder entsprechend seiner besetzen Funktion (GF, MA, A-TF, A-TM, W-TF sowie W-TM) einen Fragebogen ausfüllen musste. Natürlich durften auch Knoten & Stiche nicht fehlen und so durfte sich jeder im Zimmermannschlag, Mastwurf, Pfahlstich, etc. versuchen.
Ca. 15min später fand man sich auch schon an der Station "tragbare Leitern" wieder.
Wie nicht anders zu erwarten musste es die ca. 75kg schwere 3-teilige Schiebleiter sein, deren Aufbau und Ausrichtung schon einiges an Kraft abverlangt.
Nach Abschluss dieser Aufgabe ging es weiter nach Neukölln zur Trainingsanlage "U-Bahn" der Berliner Verkehrsbetriebe. Aufgabe war es eine Person, die zwischen Bahnsteig und U-Bahn Waggon eingeklemmt war, zu retten. Die Person war zum Zeitpunkt der Rettung nicht ansprechbar. Neben der eigentlichen Rettung der verunfallten Person mussten auch noch umfangreiche Sicherungsmassnahmen (setzen/betätigen des Notsignales, setzen des Kurzschliessers, einschalten des Tunnelfunkes) eingeleitet werden. Die Person wurde unter Einsatz von Hebekissen gerettet.
Zu guter letzt ging es nach Reinickendorf zur sechsten und letzten Station, dem "Sportabzeichen". Hier durften, zu Gast in der Julius-Leber-Kaserne der Bundeswehr, alle Teilnehmer ihre sportliche Stärke unter Beweis stellen. Es stand ein Hindernisparcour und Bankdrücken zur Auswahl. Jeder Kamerad durfte eine Karte ziehen, welche ihn seinen Aufgaben näher brachte. Beim Bankdrücken lag die Aufgabe im drücken einer 40kg (30kg für die Damen) schweren Langhantel bei 30 Wiederholungen.
Beim Hindernisslauf konnten die Kameraden der FF Falkenberg gleich 2 neue Streckenrekorde (Marcel Q. mit 1m13s, und Elias T. mit 1m15s) verzeichnen. An dieser Stelle noch einen gesonderten Glückwunsch.
Alle Teilnehmer trafen sich abschliessend auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz zur Siegerehrung.


Nach einer abschliessenden Stärkung ging ein interessanter, aufregender und anstrengender Tag dem Ende zu. Wir danken den Veranstaltern der 1. Berlin Ralley und sind überzeugt zur 2. Berlin Ralley wieder anzutreten.










