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Seenotrettungsübung "Neptun" 1998
Das Übungszenario:

Am Samstag, dem 05. September 98, kollidieren gegen 11:00 Uhr auf der Unterhavel Großer Wannsee Nähe Wasserskistrecke die beiden Fahrgastschiffe MS Lichterfelde und MS Potsdam. Auf beiden Fahrgastschiffen befinden sich 90 bzw. 40 Fahrgäste. In den Unfall ist auch ein Kleinfahrzeug (Angelkahn) mit 2 Anglern verwickelt. Infolge des Zusammenpralls kommt es im Küchenbereich des Fahrgastschiffes MS Lichterfelde zu einer fettexplosion mit Folgebrand und einer starken Verrauchung der Fahrgastzelle. Viele Fahrgäste werden Verletzt. Einige erleiden schwere Verbrennungen sowie Rauchgasvergiftungen. Zwei Personen versuchen vergeblich, schwimmend das Ufer zu erreichen. Das Kleinfahrzeug kentert und versinkt durch den Aufprall. Beide Angler werden ebenfalls vermißt.

Die Einsatzkräfte:

Berliner Feuerwehr 82 Teinehmer
Berliner Polizei / Kriminalpolizei / Wasserschutzpolizei 36 Teilnehmer
Technisches Hilfswerk (THW) 9 Teilnehmer
Deutsches Rotes Kreuz (DRK) 73 Teilnehmer
Deutsches Rotes Kreuz Wasserwacht (DRK Wasserwacht) 40 Teilnehmer
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 42 Teilnehmer
Senatsverwaltung f. Gesundheit u. Soziales 1 Teilnehmer
Ingesamt waren ca. 283 Einsatzkräfte eingebunden.

Die Verletzten:

Insgesamt waren 130 Verletztendarsteller an der Übung beteiligt. Sie wurden von der Berliner Polizei (50 Personen), dem Arbeiter Samariter Bund (40 Personen), dem Deutschen Roten Kreuz (30 Personen), und der Johanniter Unfall Hilfe (10 Personen) gestellt. Den Darstellern wurden äußere Verletzungen ( Nagel im Arm, Schürfwunden, Schnittverletzungen etc.) angeschminkt. Diese Verletzungen sahen sehr realistisch aus.

Die Anzahl und Arten der Verletzungen:
4 tote Personen Puppen 4 Vermißte unter Wasser
18 schwerverletzte Personen geschminkt 18 MS Lichterfelde
36 mittelschwerverletzte Personen geschminkt 36 MS Lichterfelde
36 leichtverletzte Personen gekennzeichnet 26 MS Lichterfelde
10 MS Potsdam
40 unverletzte Personen gekennzeichnet 10 MS Lichterfelde
30 MS Potsdam
Grundlage für die Verletzungsarten war das vorgegebene Schadensmuster der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Demnach waren 90 Personen ärtztlich zu versorgen. Alle anderen wurden von den Betreuungsgruppen des Deutschen Roten Kreuzes und der Notfallseelsorge übernommen und registriert. Jeder Verletztendarsteller war datenmäßig zu erfassen.- Nach der Erfassung der 40 unverletzten Personen (Verletztendarsteller) übernahmen davon 20 Personen den Part von Angehörigen und wurden zur Angehörigenbetreuung gebracht.


 
 
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